F  A  S  D

 

T H E M A

 

Alkohol ist Volksdroge - ein aggressives Zellgift, das Körper und Psyche schädigt.

 

Bei niemandem mehr als bei Ungeborenen. Eins von hundert Neugeborenen wird wegen mütterlichem Alkoholkonsum mit fetal alcohol spectrum disorder (FASD) geboren - klein, dünn, deformiert, mit Organ-, Sinnes-, Immunschwächen. Es wird kognitive Beeinträchtigungen, psychische Probleme, Sprach-, Essstörungen entwickeln und zeitlebens Unterstützung brauchen.

 

Die schwersten Schädigungen entstehen während der Entstehung des Zentralen Nervensystems in der 3. bis 5. Schwangerschaftswoche. Die Mutter weiß noch nichts von ihrem Glück und betreibt daher keine Vorsorge.

 

FASD sind die häufigste angeborene nicht-genetische Behinderungsursache. Alkoholkinder sind unvermeidbarer  Kollateralschaden In Gesellschaften mit Alkoholkultur, was diese naturgemäß nicht an die große Glocke hängen.

 

Da auch Eltern sich meist nicht erinnern können oder wollen, bleibt die Ursache vieler kindlicher Störungen im Dunklen. Deren Symptome sind zudem äußerlich ähnlich, nur jeder zehnte FASD-Betroffene zeigt die typischen Gesichtszeichen.

 

Falsch diagnostiziert wird falsch mit Betroffenen umgegangen, was ihre Symptome und Alltagsprobleme verstärkt.

 

Werden FASD früh erkannt, lassen sich ihre Folgen begrenzen. Pränatale Schädigungen sind unumkehrbar, weshalb kognitive wie adaptive Schwächen lebenslang bestehen bleiben. Verhaltenssteuernde Fähigkeiten indes können trainiert, Handlungsausführungen verbessert, Eigenständigkeit und Selbstwirksamkeit gestärkt werden.

 

 

I N H A L T E

  • Spektrum FASD
  • Ursachen, Merkmale, Diagnostik
  • FASD und Neurodiversität
  • Alltagsdiagnostik, Differenzialdiagnostik, Komorbiditäten
  • Kognitive, emotionale, soziale, Verhaltensbesonderheiten
  • Professionelle und lebensweltliche Förderwege
  • Hilfen und Selbsthilfen zur Alltags- und Lebensgestaltung
  • Unterstützung bei Akzeptanz und Handling